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01.04.2025

A wie Außenwirkung

Kommunikation

Körpersprache

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Du zählst drei Punkte auf. Ruhig, strukturiert, ohne einen einzigen Vorwurf, so wie du es dir vorher zurechtgelegt hast, mit konkreten Beispielen, nichts Persönliches, sauber getrennt von der Person,
genau so, wie man es dir in jedem Führungsseminar beigebracht hat, Punkt für Punkt, mit einer kurzen Pause dazwischen, damit alles auch wirklich ankommt, damit nichts untergeht in der Fülle.

Dein Gegenüber nickt, antwortet kürzer, blickt irgendwann kaum noch auf, die Hände liegen still im Schoß, die Schultern etwas nach vorne gezogen, als würde sie sich kleiner machen wollen, als
das Gespräch eben noch zuließ, als würde weniger Raum auch weniger Angriffsfläche bedeuten, weniger Fläche, an der noch etwas landen könnte. Du gehst aus dem Gespräch und denkst: Das
war sachlich, das lief gut, professionell eben, genau wie geplant, vielleicht sogar ein bisschen stolz auf dich selbst, auf die Ruhe, die du bewahrt hast.

Sie geht aus demselben Gespräch, den gleichen zehn Minuten, denselben drei Sätzen, und denkt: Das war ein Verhör, obwohl du kein einziges lautes Wort gesagt hast.

Was ankommt, zählt mehr als was gemeint war.

 

Bevor du das nächste kritische Gespräch beendest, frag genau das: „Wie kommt das gerade bei dir an?“ Nicht „Hast du alles verstanden?“, diese Frage fragt nach Fakten, nach Nicken, nach Zustimmung, die oft gar nichts bedeutet, außer dass das Gespräch endlich vorbei sein soll.

Die andere Frage fragt nach Wirkung, und Wirkung ist es, was bleibt, lange nachdem deine drei Punkte längst vergessen sind, in der nächsten Teamsitzung, in der Art, wie sie dir das nächste Mal
begegnet, in Dingen, die mit dem eigentlichen Gespräch gar nichts mehr zu tun haben.

Manchmal reicht schon, den Rahmen vorher zu setzen, ein einziger Satz davor: „Ich zähl dir jetzt drei Dinge auf, die noch nicht laufen, das ändert nichts daran, dass ich grundsätzlich zufrieden mit dir bin.“ Der Inhalt danach bleibt exakt gleich, Wort für Wort derselbe. Was ankommt, ändert sich vollständig, oft schon an der Körperhaltung erkennbar, noch bevor der erste Punkt überhaupt fällt, an den Schultern, an der Atmung, an der Geschwindigkeit, mit der die Antworten kommen.

Wann warst du zuletzt sicher, sachlich gewesen zu sein, und hast erst viel später erfahren, wie es wirklich angekommen ist, vielleicht über Umwege, vielleicht gar nicht, vielleicht erst Monate später in einem ganz anderen Zusammenhang?

Diese Lücke zwischen Absicht und Wirkung ist eine der vier Perspektiven, die ich in „Schwierige Gespräche, klug gelöst“ genauer auffalte, mit Beispielen genau aus solchen Feedbackgesprächen, wie du sie vermutlich diese Woche selbst führst, vielleicht sogar heute noch, kurz nach dem Lesen
dieser Zeilen, in einem Termin, der schon in deinem Kalender steht, mit jemandem, dem du eigentlich nur helfen willst.

 

Mit kommu-nika-tiven Grüßen
Nika

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10 Tipps für gute Lernvideos

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Inhalt
01

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02

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03

Konkret vor abstrakt

Modelle, Frameworks und Begriffe kommen nach dem Beispiel — nie davor. Wer das Konzept versteht, bevor er es erlebt hat, speichert Theorie. Wer es erst erlebt, speichert Erkenntnis.

04

Einen klaren Transfer benennen

Am Ende jedes Videos braucht es einen einzigen Satz, der das Learning in die Anwendung bringt: Was tust du jetzt anders? Kein Zusammenfassen des eben Gesagten. Sondern die Brücke in den Alltag.

Technik
05

Ton schlägt Bild

Schlechtes Bild verzeihen Zuschauer. Schlechten Ton nicht. Ein ruhiger Raum, ein anständiges Mikrofon und keine Echos — das sind keine Extras, das ist die Grundlage. Wer schlecht klingt, wirkt auch schlecht vorbereitet.

06

Licht vor Kamera

Das Gesicht braucht Licht von vorne, nicht von der Seite und nicht von hinten. Ein Fenster, das die Person anstrahlt, leistet mehr als teure Technik im falschen Winkel. Wer im Gegenlicht sitzt, verschwindet — buchstäblich.

07

Tempo: langsamer als gedacht

Was sich beim Sprechen normal anfühlt, ist im Video oft zu schnell. Lernende können nicht unterbrechen, nicht nachfragen, nicht zurückblicken — das Tempo muss ihnen Zeit lassen, den Gedanken zu Ende zu denken. Pausen sind kein Fehler. Pausen sind Verarbeitungszeit.

08

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Präsentation
09

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10

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