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10 Tipps für gute Lernvideos
10 Tipps für gute Lernvideos
Inhalt, Technik und Präsenz — das Zusammenspiel entscheidet.
Das größte Missverständnis bei Lernvideos: mehr Inhalt = mehr Wert. Das Gegenteil stimmt. Wer ein einziges, klar umrissenes Learning vermittelt, bleibt hängen. Wer alles erklärt, erklärt nichts.
Die ersten 15 Sekunden entscheiden. Nicht mit Agenda, Begrüßung oder Selbstvorstellung beginnen — sondern mit einer Situation, die die Lernenden kennen und die ein bisschen wehtut. „Du bist im Meeting. Jemand redet. Und du weißt nicht, wie du jetzt einsteigen sollst.“ Dann haben sie Hunger.
Modelle, Frameworks und Begriffe kommen nach dem Beispiel — nie davor. Wer das Konzept versteht, bevor er es erlebt hat, speichert Theorie. Wer es erst erlebt, speichert Erkenntnis.
Am Ende jedes Videos braucht es einen einzigen Satz, der das Learning in die Anwendung bringt: Was tust du jetzt anders? Kein Zusammenfassen des eben Gesagten. Sondern die Brücke in den Alltag.
Schlechtes Bild verzeihen Zuschauer. Schlechten Ton nicht. Ein ruhiger Raum, ein anständiges Mikrofon und keine Echos — das sind keine Extras, das ist die Grundlage. Wer schlecht klingt, wirkt auch schlecht vorbereitet.
Das Gesicht braucht Licht von vorne, nicht von der Seite und nicht von hinten. Ein Fenster, das die Person anstrahlt, leistet mehr als teure Technik im falschen Winkel. Wer im Gegenlicht sitzt, verschwindet — buchstäblich.
Was sich beim Sprechen normal anfühlt, ist im Video oft zu schnell. Lernende können nicht unterbrechen, nicht nachfragen, nicht zurückblicken — das Tempo muss ihnen Zeit lassen, den Gedanken zu Ende zu denken. Pausen sind kein Fehler. Pausen sind Verarbeitungszeit.
Was hinter der Person zu sehen ist, sendet immer eine Botschaft — gewollt oder nicht. Ein aufgeräumter, ruhiger Hintergrund signalisiert Klarheit. Ein virtueller Hintergrund, der flackert, signalisiert das Gegenteil. Die einfache Regel: Wenn der Hintergrund auffällt, lenkt er ab.
Wer auf den Monitor schaut statt in die Kamera, schaut am Publikum vorbei. Der Unterschied ist minimal auf dem Bildschirm — aber das Gefühl der Lernenden ist ein anderes. In die Linse zu sprechen heißt: Ich spreche mit dir, nicht vor dir.
Das häufigste Missverständnis bei Trainer:innen: Vor der Kamera muss man besonders viel Energie zeigen. Das Gegenteil ist oft wirksamer. Wer sich selbst treu bleibt — fokussiert, geerdet, präsent — erzeugt Vertrauen. Enthusiasmus, der erzwungen wirkt, erzeugt Distanz.
Kommu-Nika-tion · Nika Triebe
9. Juni 2026

Argumentieren heißt nicht: reden. Sondern: führen.
Es gibt Menschen, denen hört man gern zu. Und andere, bei denen man innerlich auszählt, wie lange es wohl noch dauert. Beide sprechen über dasselbe Thema. Nur einer führt das Gespräch.
Gute Argumentation ist kein Redemarathon, sondern Führung in Echtzeit. Sie braucht Wahrnehmung: Wie viel Raum nehme ich ein? Wann setze ich den Punkt? Und wann ist Schweigen klüger als das nächste Wort?
20. Mai 2026

Gutes Reden beginnt im Kopf – nicht im Mund
„Wie kann ich rasch und effizient mein Ziel in einer Argumentation erreichen?“ Diese Frage höre ich immer wieder. In Führungstrainings, in Strategierunden, sogar im Fahrstuhl. Und weißt du was? Sie ist absolut berechtigt.
20. Mai 2026

Gutes Jahresgespräch, guter Jahrgang! So holst du das Maximum heraus!
Die letzten Wochen durfte ich viele Führungskräfte zu einem Thema trainieren: Mitarbeiter*innen Gespräche, manchmal heißt es auch Jahresgespräch oder Perspektivengespräch!
20. Mai 2026

Macht ist kein Charakterzug – sie ist ein System.
Macht wird noch immer gerne an Persönlichkeiten festgemacht. An Lautstärke, an Durchsetzungskraft, an Menschen, die einen Raum betreten und scheinbar sofort wirken. Diese Vorstellung ist bequem, weil sie die Macht individualisiert – und sie ist falsch.
20. Mai 2026

Getriggert – und jetzt? Wie du aus alten Mustern neue Gesprächsstärke entwickelst
Du kennst das: Ein Satz. Ein Blick. Eine Betonung. Und plötzlich bist du nicht mehr hier. Nicht ganz bei dir. Sondern irgendwo zwischen Ohnmacht und innerer Explosion.
20. Mai 2026

Die Illusion der Produktivität – oder warum To-Do-Listen die neuen Horoskope sind
Manchmal frage ich mich: Sind wir heute wirklich produktiver als vor zwanzig Jahren?
Damals gab es weder Slack noch Asana, weder 24/7-E-Mail noch die Cloud. Und trotzdem – welch unfassbares Wunder – wurden Flughäfen gebaut, Unternehmen geführt und sogar Bücher geschrieben.
20. Mai 2026

Wer die Agenda schreibt, führt das Meeting.
Ich stelle Führungskräften manchmal diese Frage: Wer schreibt bei euch die Meetingagenda? Die Antwort ist fast immer dieselbe: ein kurzes Zögern, dann ein Name, dann das langsame Erkennen, was diese Frage eigentlich bedeutet.
20. Mai 2026

Das erste Wort gehört dir. Wenn du es nimmst.
Ich erinnere mich an eine Verhandlung, bei der ich beobachtet habe, wie eine Seite bereits in den ersten dreißig Sekunden verloren hatte. Nicht weil ihr Angebot schlecht war. Nicht weil ihre Argumente schwach waren.
20. Mai 2026

Humor ist keine Auflockerung. Er ist Macht.
Ich habe einmal erlebt, wie eine Führungskraft mit einem einzigen Satz – einem witzigen, leichten, beiläufig hingeworfenen Satz – eine Stunde lang aufgebaute Argumentation einer Kollegin in Sekunden demontiert hat. Alle haben gelacht. Die Kollegin auch. Und das Thema war vom Tisch. Das war kein Zufall. Das war Können. Und es war brutal effektiv.
20. Mai 2026





























