Der heutige Artikel ist eine Essenz:

9 Bausteine der Wirkrhetorik für Führungskräfte.

Übrigens gelten diese Punkte gerne auch für (noch) nicht Führungskräfte!

Erfolgreiche Führung geht Hand in Hand mit Wirkung – durch Taten wirken, durch Worte und natürlich auch durch das persönliche Auftreten! So wie bei allen anderen Künsten ist es auch in der Rhetorik: 10% Talent , 90% harte Arbeit.

Die gezielte Schulung der eigenen Ausdrucksweise fördert zugleich auch die Glaubwürdigkeit. Warum? Ein Großteil der Arbeit ist das Präzisieren der Gedanken, das sehe ich gerade in der Arbeit mit Führungskräften als eine meiner wichtigsten Aufgaben. Oft bekomme ich das Feedback Sparringpartnerin zu sein, auf der Suche nach dem richtigen Zugang, der passenden Metapher, dem big picture …

Konklusio: Präzise Gedanken – wirkungsvolle Worte!

 

  • Das WARUM zählt! Warum wollen Sie gerade jetzt genau zu diesen Menschen sprechen? Und wenn Sie kein Warum finden, dann habe Sie 2 Möglichkeiten:
  1. Sie lassen es und warten, bis Ihnen ein WARUM auf der Seele liegt

oder

  1. Sie suchen weiter.
  • Es lebe das BIG Picture: Es geht um den größeren Zusammenhang und nicht um die Detaillösung! Schildern Sie, wie die Dinge zusammenhängen und welchen Nutzen Ihre Vorschläge für den Einzelnen und die Gemeinschaft auch langfristig stiften. Das gibt Perspektive!

 

  • BUZZWORTE und alles was andere schon im Mund hatten, kosten Sie Profil. Ja, quatschen Sie nicht nach, auch wenn es manchmal praktisch scheint.

 

  • Bleiben Sie im DIALOG, als Mensch und nicht nur in Ihrer Funktion. Schildern Sie wie sie auf bestimmte Lösungen gekommen sind, erzählen Sie die Genesis Ihrer Gedanken. Jeder Satz, jedes Wort sagt auch etwas über die Beziehung zwischen den Gesprächsbeteiligten aus. Sprechen Sie als Sie selbst und auch von sich selbst und binden Sie die Zuhörer*innen ein!

 

 

  • SIE – ICH – WIR Nutzen Sie die Kraft der direkten Ansprache! Sprechen Sie die Zuhörer konkret an: „Sie wollen heute wissen, wie wir in Zukunft arbeiten werden! Ich werde Ihnen unterschiedliche Szenarien aufzeigen, die auf uns warten könnten. Doch eines ist sicher, gemeinsam werden wir auch in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass in Österreich das Licht nicht ausgeht. Schauen Sie den Menschen in die Augen, auch Ihre Gestik sollte vom eigenen Körper weg hin zum Publikum geführt sein.

 

  • Die ESSENZ – Das Skript sollte aus 3 Hauptkomponenten bestehen: 1. Ein präzises Thema. 2. eine klare Aussage 3. ein motivierender Appell. Gelingt es Ihnen die 3 Kernaussagen Ihrer Präsentation festzuhalten? Dann sind sie auf dem besten Weg! Die Kunst liegt meist im Weglassen. Natürlich sind Ihre Inhalte oft komplex, Querverbindungen und viele Details machen es aber nur  kompliziert für das Auditorium. Ein kluger Mensch hat mal gesagt: Gib nicht (nur) Antworten, wenn Du sprichst , sondern lass Fragen entstehen! Das „nur“ hab ich hier eingeflickt, denn es geht durchaus um ganz konkrete Inhalte. Also: Das Publikum lieber nicht stopfen, sondern nur füttern.

 

  • Schaffen Sie bleibende Erinnerungen! RHETORISCHER MAGNETISMUS – jedes Abstrakt braucht ein Konkret. Sprecher verlieren sich gerne in Abstraktionen und lassen damit auch die Zuhörerschaft hinter sich. Konkrete Geschichten, fassbare Situationen, sprachliche Bilder – das ist der Stoff aus dem Erinnerungen sind! Und man soll sich doch auch an Ihre Rede erinnern können, oder?

 

  • Sprechen geht vor Schreiben! ERZÄHLEN SIE Ihre Präsentationsideen unterschiedlichen Menschen! Erleben Sie wie das Gesagte ankommt, nutzen Sie das Feedback und die Übung, um Ihre Gedanken noch plastischer zu machen. Und trainieren Sie unbedingt nur mit Stichworten, niemals mit ausgeschriebenen Texten!

 

  • Nutzen Sie die Kraft der Wiederholung! Es ist wie beim Vokabel lernen, nur einmal hören reicht nicht. Prägnant formulierte Kernaussagen sind die DIAMANTEN DER RHETORIK. Und wer kann davon schon genug haben? So könnte zum Beispiel der erste Satz der Rede und der letzte sogar gleich sein …. in diesem Cyclos spiel sich dann Ihre Welt ab!

 

Wenn Sie ein wirkliches „Führungs Mind-set“ haben, dann nutzen Sie die Wirkrhetorik der Führung natürlich immer und nicht nur, wenn Sie vor großem Publikum sprechen. Es ist Ihre Sprache.