Körpersprache ist erlernbar!

Körpersprache ist die erste Form der Kommunikation, die wir lernen und leben. Hier sind zehn Tipps für eine kraftvolle Körpersprache, die ich in den letzten zwei Jahrzehnten gesammelt habe:

Gute Körpersprache ist offen

Lassen Sie die Körpermitte offen, wenn Sie selbst sprechen oder auch jemandem anderen zuhören. Sie müssen sich weder schützen noch an sich selbst anhalten.

Die Körpersprachforscher Allan und Barbara Pease berichten über ein faszinierendes Ergebnis aus einer ihrer Studien: Wenn eine Gruppe Freiwilliger die einem Vortrag mit offener Körperhaltung folgten, erinnerten sie sich an 38% mehr als an eine Gruppe, die denselben Vortrag besuchte und mit verschränkten Armen und Beinen zuhörte. Um Ihre Retention zu verbessern, sollten Sie Ihre Arme und Beine nicht kreuzen.

Gute Körpersprache ist passend

Achten Sie auf die Situation und auf die Distanz zu Ihrem Gesprächspartner, dann wird auch Ihre Gestik passend sein. Ihre Gestik und Mimik ist so vielfältig wie Ihr Gefühlleben. Und es ist gut so! Achten Sie nur darauf, dass sie auch die Signale aussenden, die Sie tatächlich vermitteln wollen.

Gute Körpersprache ist dynamisch

Bewegung weckt unser Interesse. Dynamik vermittelt Schaffenskraft. Wer Freude empfindet oder Erfolg hat, strahlt das auch Körpersprachlich aus. Nach jüngsten Erkenntnissen der amerikanischen Psychologin Amy Cuddy6lässt sich ein zuversichtlicher, siegessicherer und dominanter Körperausdruck mit geringem Aufwand und erstaunlichem Effekt sogar vortäuschen. Die Regel: Strecker betonen, Platz nehmen, und in Bewegung bleiben!

Gute Körpersprache ist geführt

Behalten Sie den roten Faden in Ihrer Kommunikation. Wachelnde Arme, wedelnde Hände, wippende Füße sind was für’s Rockkonzert, doch im Berufsalltag sollten Ihre Körperregungen nicht willkürlich sein. Unterstreichen Sie das Gesagte, zerhacken Sie es nicht.

Brain Imaging hat gezeigt, dass eine Region im Gehirn namens Broca-Areal, die für die Sprachproduktion wichtig ist, nicht nur aktiv ist, wenn wir reden, sondern auch, wenn wir die Hände bewegen. Da Geste ganzheitlich mit Sprache verknüpft ist, kann das Gestikulieren während des Gesprächs unser Denken tatsächlich stärken.

Experimentieren Sie damit und Sie werden feststellen, dass das Gestikulieren Ihnen hilft, klarere Gedanken zu formulieren auch die lebendige Modulation unterstützt.

Volle Konzentration

Wenn Sie ein gutes Gespräch führen wollen möchten, lassen Sie das Multitasking sein! Das Smartphone bleibt eingesteckt und die Zeit ist die Zeit. Konzentrieren Sie sich lieber auf diejenigen, die sprechen. Wenden Sie sich zu. Schauen Sie den Gesprächspartner an. Leicht nach vorne lehnen, nicken und den Kopf etwas neigen, sind andere nonverbale Möglichkeiten, um zu zeigen, dass Sie engagiert sind und sich voll auf den anderen konzentrieren. Es ist wichtig, Leute zu hören. Es ist genauso wichtig, sicherzustellen, dass sie wissen, dass Sie zuhören.

Reichen Sie die Hand!

Unser erster Sinn ist der Tastsinn. Am Arbeitsplatz werden körperliche Berührung und Wärme durch die Tradition des Händeschüttelns hergestellt und dieser taktile Kontakt macht einen bleibenden und positiven Eindruck. Eine Studie des Income Center for Trade Shows zu Handshakes hat gezeigt, dass sich Menschen doppelt so oft an Sie erinnern, wenn Sie ihnen die Hand geben.

Lachen ist leben!

Ein aufrichtiges Lächeln regt nicht nur Ihr eigenes Wohlbefinden an, sondern zeigt auch Ihren Mitmenschen, dass Sie aufgeschlossen, kooperativ und vertrauenswürdig sind. Am wichtigsten ist, dass Lächeln direkt beeinflusst, wie andere Personen auf Sie reagieren. Wenn man jemanden anlächelt, wird dieses fast immer reflektiert. Probieren Sie es in der U-Bahn! Und weil Gesichtsausdrücke entsprechende Gefühle auslösen, ändert das Lächeln, das Sie zurückbekommen, tatsächlich den emotionalen Zustand dieser Person auf positive Weise.

Kommunikation ist wie Tanz

Wenn Kunden oder Geschäftskollegen unbewusst Ihre Körpersprache imitieren, sagen sie auf nonverbale Weise, dass sie Sie mögen und mit Ihnen im Gleichklang sind. Spiegelung beginnt mit der Beobachtung der Gesichts- und Körpergesten einer Person, wobei der Körper dann subtil ähnliche Ausdrücke und Körperhaltungen annehmen kann. Dadurch fühlt sich die andere Person verstanden und akzeptiert. Jedoch äffen Sie den andern nicht plump nach. Wird womöglich die Absicht der Manipulation offensichtlich, ist es richtig peinlich!